Achill Island

File 204

Irlands größte Insel, ein Naturparadies und eine Miniaturkopie des Festlandes zugleich – Achill Island hat so einiges zu bieten. Die Insel an der Westküste der Grafschaft Mayo ist eines der Lieblingsurlaubsziele der Iren, erfreut sich aber auch internationaler Beliebtheit. Einer der wohl bekanntesten Besucher der Insel war Heinrich Böll, dessen Irisches Tagebuch zu großen Stücken auf seinen Erlebnissen auf Achill Island basierte. Die raue Schönheit der Insel, ihr wilder und unberührter Charakter und die Herzlichkeit ihrer Menschen, so wie Böll sie in den 1950er Jahren schilderte, existieren aber auch heute noch - und garantieren einem jeden Besucher nach wie vor einen unvergesslichen Aufenthalt.
File 369Besiedelt wurde die Insel bereits vor circa 5000 Jahren, und viele Grabdenkmäler und Ruinen, die aus dieser Zeit stammen, verweisen auf die weit zurückreichende Geschichte Achill Islands. Die Insel war stets ein Ort der Abgeschiedenheit, doch hatte auch sie ihre berühmten Persönlichkeiten – so zum Beispiel Grace O’Malley, die Piratenkönigin aus dem 16. Jahrhundert, die für einige Zeit im Turm von Kildavnet im Südosten der Insel hauste. Dieser kann auch heute noch besichtigt werden. Infolge der katastrophalen, landesweiten Hungersnot der 1840er Jahre sank die Bevölkerung Achill Islands drastisch, und sollte sich von dieser Zäsur der irischen Geschichte auch nie wieder erholen - heutzutage leben gut 2500 Menschen auf der Insel. Eines der wohl beeindruckendsten historischen Zeugnisse jener Zeit ist das verlassene Dorf von Slievemore im Herzen von Achill Island. Es handelt sich hierbei um eine Ruinenansammlung von ungefähr einhundert steinernen Cottages, die Mitte des 19. Jahrhunderts verlassen und dem Verfall preisgegeben wurden – ein eindrucksvoller, mystischer und faszinierender Ort zugleich.
File 381Die Natur von Achill Island ist bemerkenswert vielseitig: von malerischen Stränden, steilen Klippen und imposanten Bergen bis hin zu romantischen Heide- und Moorlandschaften hat die Insel alles zu bieten. Besonders sehenswert ist die Keem Bucht im Westen der Insel. Sie zählt zu den schönsten Buchten Irlands und liegt malerisch eingebettet zwischen zwei Klippenabschnitten, von welchen einer Europas höchste Steilklippen beherbergt. Die sogenannten Klippen von Croaghaun sind bislang jedoch nicht touristisch erschlossen und nur für besonders wagemutige Wanderer zu erreichen. Wer es weniger adrenalinreich mag, der kann sich stattdessen auf eine Fahrt entlang des rund 120 Kilometer langen Atlantic Drive begeben: diese Rundstraße führt entlang der schönsten Küstenabschnitte der Insel und bietet zahllose, spektakuläre Panoramablicke.