Donegal Castle

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Donegal Castle ist ein Schloss im Nordwesten Irlands und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es wurde vom Stammesführer der O‘Donnells erbaut, einem Clan, der für über ein Jahrtausend eine führende Rolle in der irischen Geschichte spielte. Die Familie verlor ihre Vormachtstellung letztlich im 16. Jahrhundert: das Ende des Neunjährigen Krieges führte nicht nur zu der sogenannten Flucht der Grafen und dem Niedergang der gälischen Aristokratie, sondern auch zum Verlassen von Donegal Castle. Das Schloss fiel in die Hände Sir Basil Brookes, der umfangreiche Erweiterungen an der Gebäudestruktur vornahm und Donegal Castle zur herrschaftlichen Residenz verwandelte. Ihm ist die interessante architektonische Stilvielfalt zu verdanken, die für Donegal Castle heute so charakteristisch geworden ist.
File 456Die Lage inmitten des Städtchens Donegal macht das Schloss zu einem beliebten Ausflugsort für alle Besucher des Nordwestens der irischen Insel. Nach umfassenden Restaurationsarbeiten in den 1990er Jahren ist das Schloss inzwischen täglich für Besucher geöffnet und lockt vor allem mit seinem eindrucksvollen Innenleben. Alle Räume sind vollständig möbliert und lassen anhand ihrer prunkvollen Einrichtungsgegenstände, darunter persische Teppiche und französische Gobelins, die Pracht vergangener Zeiten erahnen. Wer mehr über die Geschichte von Donegal Castle erfahren möchte, der kann sich entweder einer der stündlich angebotenen Touren anschließen oder sich den im ganzen Schloss verteilten Informationstafeln widmen.


Webseite zu Donegal Castle:
www.heritageireland.ie