Filme

Ein Großteil der Filme, die aus Irland stammen und den Sprung auf die internationale Kinoleinwand geschafft haben, beschäftigt sich mit der bewegten Geschichte des Landes.
„The Wind That Shakes The Barley“ (2006) erzählt die tragische Geschichte zweier Brüder, die sich in den Wirren des irischen Bürgerkrieges 1920 auf unterschiedlichen Seiten der Unabhängigkeitsbewegung wiederfinden. Der Film bietet einen authentischen, wenn auch etwas parteiischen Blick auf die Geschehnisse des Bürgerkrieges in Irland und vermittelt anschaulich die familiären Tragödien, die zur damaligen Zeit stattfanden.
Auch „Michael Collins“ (1996) ist ein Film, der sich mit der irischen Unabhängigkeitsbewegung im frühen 20. Jahrhundert befasst. Das Leben und Wirken des irischen Politikers und Mitbegründers der IRA wird vom Osteraufstand 1916 bis zu seinem Tod im Jahr 1923 dargestellt, und erfreut sich der schauspielerischen Leistungen so renommierter Darsteller wie Liam Neeson und Julia Roberts. Historisch nicht bis ins letzte Detail korrekt, bietet der Film doch einen guten Unterhaltungswert.
„In the Name of the Father“ (1993 – dt. Titel Im Namen des Vaters) ist ein Beispiel für die filmische Repräsentation der anhaltenden britisch-irischen Konflikte und des Terrors der IRA in den 1970er Jahren. Fälschlicherweise für einen Bombenanschlag der IRA verantwortlich gemacht, geraten ein junger Nordire und sein Vater in britische Haft. Es beginnt ein langer Kampf mit der korrupten britischen Justiz. Der Film beruht auf der wahren Geschichte der sogenannten Guildford Four, und bleibt Quelle vielseitiger Kritik.
Weitere sehr empfehlenswerte Filme, die sich konkret mit den Konflikten in Nordirland beschäftigen, sind „50 Dead Men Walking“ (2008) und „Bloody Sunday“ (2002).

Klassischere Darstellungen der irischen Lebenswelt finden sich in den Filmen „Angela’s Ashes“ (1999 – dt. Titel Die Asche meiner Mutter) und „The Quiet Man“ (1952). Bei „Angela’s Ashes“ handelt es sich um die Verfilmung des bekannten, gleichnamigen Romans Frank McCourts, in dem er seine eigene Kindheit und Jugend in der irischen Stadt Limerick der (Vor-)Kriegszeit widerspiegelt. Themen wie die Trunksucht des Vaters und die Armut der Familie dominieren das Geschehen. „The Quiet Man“ hingegen vermittelt die klassisch-romantische Geschichte eines irisch-amerikanischen Heimkehrers (dargestellt durch John Wayne), welcher in seinem abgelegenen Heimatdorf an der irischen Küste die wahre Liebe findet.

Die modernste Verfilmung Irlands, die nicht nur Frauenherzen zum Schmelzen brachte, ist schließlich die buchbasierte Romantikkomödie „PS I Love You“ (2007 – dt. Titel PS Ich Liebe Dich). Obwohl große Teile des Filmes in New York spielen, sind es die in Irland stattfindenden Szenen, die den wahren Charme des Films ausmachen. Panoramahafte Landschaftsaufnahmen, irischer Humor und ein gut gewählter Soundtrack machten den Film zu einem weitläufigen Erfolg und laden dazu ein, bekannte Spielorte wie die Wicklow Mountains selber zu besuchen.

Schließlich war Irland auch der Drehort für eine Vielzahl an Filmen, die thematisch nicht im Land selbst spielen - allen voran das schottische Nationalheldenepos „Braveheart“ (1995), aber auch „The Italian Job“ (1969), „Excalibur“ (1981) oder „King Arthur“ (2004).