Inseln

Wild, rau und unberührt - Irlands Inselwelt ist eine einmalige Mischung aus Natur, Geschichte und kulturellem Erbe und bietet Abenteuer, wohin auch immer die Reise führt. Abgeschottet von den geschichtlichen Entwicklungen des Festlands und den Modernisierungen der vergangenen Jahrhunderte, lässt sich auf den Inseln rund um die irische Küste vielerorts noch der urtümliche, keltische Charme eines längst vergangenen Irlands erahnen, erleben, und entdecken.
File 399Zwar verstehen die Iren unter Inselromantik etwas Anderes, als man es von den Titelseiten des heimischen Reisemagazins gewohnt ist - doch das bedeutet keinesfalls, dass sich eine Reise in diese Gefilde nicht lohnt. Türkises Meer und Palmenstrände sucht man freilich vergebens auf einer Reise entlang der irischen Küste, und selbst die Sonne versteckt sich zuweilen vor den Besuchern, doch stattdessen überzeugen die größeren und kleineren Eilande Irlands schlichtweg mit ihrer eigenen Form der Romantik. Endlos grüne Weiten so weit das Auge reicht, beschauliche, weiß getünchte Cottages und der vertraute Geruch allgegenwärtiger Torffeuer kreieren eine typisch irische Art der Heimeligkeit und machen Irlands Inseln zum idealen Zufluchtsort vor der hektischen Realität des 21. Jahrhunderts. Vergessen Sie Telefon, elektronisches Postfach und Arbeitsfristen für eine Weile: in der idyllischen Ruhe der irischen Inseln gibt es keinen Grund zur Eile.
File 393Tradition wird auf den Eilanden ausgesprochen groß geschrieben. Ganz gleich ob Tory oder Achill Island, das gälische Erbe wird überall auf sehr greifbare Weise gelebt. So ist die reiche Kultur der Kelten vielerorts noch in Form von Ruinen und Bauwerken erhalten, und ein Großteil der wenigen, heute noch bestehenden Gaeltachtgebiete Irlands – Regionen, in denen Gälisch die Alltagssprache der Menschen ist, und Englisch eine kleine bis unbedeutende Rolle spielt – befinden sich ebenfalls auf den dem Festland vorgelagerten Inseln. Zwar sind die Generationen, die zeit ihres Lebens überhaupt keinen Kontakt zum Englischen pflegten, inzwischen größtenteils ausgestorben, doch ihre Geschichten, Sagen und Legenden leben weiter. Lassen Sie sich also verzaubern von den Erzählungen, Gedichten und Liedern über einstige Helden, und tauchen Sie ein in die mythische Welt des Keltentums!
File 375Auch die Natur der irischen Inseln bietet außergewöhnliche Schönheit und bemerkenswerte Vielfalt. Viele von ihnen sind nur schwach besiedelt oder inzwischen gänzlich unbewohnt, und der entsprechend unberührte, verwunschene Charakter ihrer Landschaften lädt regelrecht dazu ein, sich auf die Suche nach Leprechauns, Feen, und anderen mythischen Gestalten der irischen Sagenwelt zu begeben. Historische Stätten wie die jahrtausendealten Ringforts auf den Aran Islands bieten eine beeindruckende Vorstellung von der Geschichte der Inseln, und überall lassen sich mehr oder minder versteckte Zeugnisse längst vergangener Zeiten entdecken.
File 360Die kompakte Größe der meisten Inseln und der allgemein gesellige Charakter der Iren macht die irische Inselwelt zudem zu einem einmaligen Exempel irischer Gastfreundlichkeit. Falls man nicht an der Sprachbarriere scheitert, kommt man hier nur allzu leicht in ein Gespräch - ob über einem Guinness, einem dampfenden Topf Stew, oder einer verpassten Fährfahrt zurück zum Festland.
Apropos: seefest sollte man bei einem Besuch der irischen Inseln sein. Der Atlantik zeigt sich selbst in den Sommermonaten oft von seiner stürmischen Seite, und der raue Wellengang - so schön er die Küstenlandschaft Irlands und seiner Inseln auch in Szene setzt - macht eine Überfahrt häufig bereits zum ersten großen Abenteuer der Reise. Das gilt im Übrigen auch für die restlichen Mittel der Fortbewegung auf den Inseln: moderne Gefährte stehen bisweilen nicht immer zur Verfügung, und hin und wieder sind es stattdessen der Drahtesel oder die Pferdekutsche, auf die zurückgegriffen werden muss.

Ein Besuch auf Irlands Inseln gleicht schlichtweg einer spannenden, unvergesslichen Reise zurück in der Zeit – in jeglicher Hinsicht.