Ross Castle

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Das Ross Castle im Südwesten Irlands ist ein typisch gälisches Verteidigungsbauwerk. Die Burg stammt aus dem 15. Jahrhundert und war lange Zeit Sitz des einflussreichen O’Donoghue Clans. Einer Legende nach soll der Stammesfürst der O’Donoghues, der zugleich der Erbauer von Ross Castle war, noch immer am Boden des Lough Leane schlummern, an dessen Ufer die Burg errichtet wurde. Alle sieben Jahre ersteht er auf, um einmal hoch zu Ross den See zu umrunden. Zu fürchten braucht man sich vor dieser Geistererscheinung aber nicht: ein Erblicken des O’Donoghue soll Glück auf Lebenszeit verleihen.
File 432Ganz gleich, ob man sich auf Geistersuche oder aus historischem Interesse zum Ross Castle begibt - das Schloss eignet sich als ideales Ausflugsziel für Besucher des Killarney Nationalparks. Es befindet sich unweit von Killarney am Ufer des größten Sees des Nationalparks, ist leicht zu erreichen und sehr idyllisch gelegen. Aufgrund seiner Uferlage galt Ross Castle einst als uneinnehmbar, doch Oliver Cromwell bewies im Zuge der Konföderationskriege recht mühelos das Gegenteil: im Jahr 1583 fiel Ross Castle widerstandslos an die englische Krone. Daraufhin wurde es einige Zeit lang als Militärstützpunkt verwendet, bis die englischen Truppen die Gegend zu Beginn des 19. Jahrhunderts verließen und die Burg dem langsamen Verfall preisgaben.
File 447Im Jahr 1979 erwarb der irische Staat Ross Castle und begann, es originalgetreu und mit viel Liebe zum Detail zu restaurieren. Heute können organisierte Führungen durch die Innenräume der Burg, die mit originalem Mobiliar aus dem 16. und 17. Jahrhundert und einem authentischen Ambiente ausgestattet sind, gebucht werden. Zudem kann man von Ross Castle aus Bootstouren zu den Inseln des Lough Leane unternehmen, auf denen sich verschiedene Klosterruinen befinden.


Webseite zu Ross Castle:
www.heritageireland.ie