Sport

Sport spielt in Irland eine wichtige Rolle und ist, wie in vielen anderen Ländern auch, ein soziales Ereignis, das die Menschen zusammenbringt und in ihrer Leidenschaft für eine Sportart verbindet. Mannschaftssportarten, von denen viele einen traditionell irischen Ursprung haben, erfreuen sich in Irland ganz besonderer Beliebtheit. Der Besuch im Stadion oder das gesellige Beisammensein im Pub, um eines der großen Spiele auf der Leinwand zu verfolgen, bietet sich daher auch perfekt für einen gemeinsamen Abend mit den Landsleuten an.
Gemessen an den Zuschauerzahlen ist Gaelic Football die beliebteste Sportart in Irland. Sie ähnelt dem herkömmlichen Fußball, unterscheidet sich aber insbesondere durch den legitimen Handeinsatz im Spiel. Zu den erfolgreichsten Gaelic Football Mannschaften zählen Kerry, Dublin und Galway. Das Finale der All-Ireland Football Championship findet jedes Jahr im Croke Park in Dublin statt und zieht tausende Fans der Sportart in das historisch bedeutsame Stadion in der irischen Hauptstadt.
Ebenfalls sehr beliebt ist die Sportart Hurling, eine Variation des klassischen Hockey, die ihren Ursprung im Keltentum hat. Das Spiel zeichnet sich einerseits durch sein rasantes Tempo, andererseits durch das Zuspielen des Balls in der Luft aus. Berühmte Hurlingmannschaften stammen aus Kilkenny, Cork und Tipperary, und das jährliche Finale der irlandweiten Hurling Meisterschaften wird ebenfalls im Croke Park in Dublin abgehalten.
Eine dritte, ausgesprochen erfolgreiche Sportart in Irland ist Rugby Union. Das irische Rugby Nationalteam nimmt regelmäßig an den Six Nations-Turnieren und den Weltmeisterschaften teil und zählt zu den Größen des internationalen Rugbys. Rugby ist in allen vier Provinzen Irlands gleichermaßen populär und wird sowohl auf professioneller Ebene als auch als Freizeit- und Schulsport betrieben.
Inzwischen erfreut sich auch der Fußball einer stetig wachsenden Beliebtheit auf der grünen Insel. Um den Sport von der gälischen Variante zu unterscheiden, wird er gewöhnlich als Soccer betitelt. Im Jahr 2012 schaffte es die irische Fußballnationalmannschaft erstmals seit Jahrzehnten, an der Europäischen Meisterschaft teilzunehmen – die größte Berühmtheit errangen dabei allerdings nicht die Spieler, sondern die irischen Fans. Fairplay und Spaß am Spiel sind die wichtigsten Grundsätze im irischen Sport. Es ist daher ganz egal, ob es sich um ein Spiel auf nationaler oder internationaler Ebene handelt: die Iren lieben es, ihr Team zu unterstützen und das Spiel als Anlass für ausgelassenes Feiern und geselliges Beisammensein zu nutzen. Häufig versammelt man sich in Pubs, um gemeinsam das Spiel zu verfolgen, sein Team anzufeuern und den Spielverlauf in feuchtfröhlicher Stimmung zu kommentieren. Ob man am Ende des Spiels auf der Seite der Gewinner oder der Verlierer steht, ist dabei nur selten von Bedeutung – die Iren wissen, aus allem etwas Positives zu ziehen.
Weitere in Irland beliebte Sportarten außer der bereits genannten sind Golf, Reiten, Angeln und Boxen.


Wer sich gerne selber sportlich betätigen möchte, dem steht in Irland eine breite Palette an Möglichkeiten zur Verfügung.
Surfer sollten sich vor allem an der Westküste der Insel orientieren. Die Strände entlang der Westküste bieten ganzjährig raue Wellen und sichere Surfbedingungen; zu den besten Surfstränden zählen Lahinch Beach und Tramore Beach. Wer es etwas abgelegener und ruhiger mag, der findet entlang der Küste der Grafschaft Donegal eine große Auswahl an menschenleeren und optimal geeigneten Stränden. Die beste Surfzeit in Irland dauert von September bis Mai.
Freunde des Reitsports haben in ganz Irland die Möglichkeit, sich auf Tagestouren und Reiturlaube zu begeben. Auch hier empfiehlt sich besonders der Westen Irlands: in den Grafschaften Sligo, Kerry und Donegal können besonders schöne Strand- und Wanderritte in verschiedene Nationalparks unternommen werden.
Angler finden ihr Glück am ehesten im Landesinneren. Entlang der Flüsse Shannon und Erne sowie an den Seen Lough Ree, Lough Beg und Lough Erne lassen sich exzellente Fänge machen; im Norden Irlands kann ganzjährig geangelt werden. Es lohnt sich auch, sich vor Ort nach den besten Angelplätzen zu erkundigen – die Einheimischen haben meist noch einen ganz besonderen Tipp für Sie parat.
Irland ist außerdem Heimat mehrerer hundert Golfclubs. In allen Grafschaften des Landes kann man sich ohne lange suchen zu müssen aufs Grün begeben. Zu den besten Golfparcours zählen der Adfert Golf Club in der Grafschaft Kerry, der Athlone Golf Club, der Arklow Golf Club an der Ostküste und der Lahinch Golf Club in der Grafschaft Clare. Ebenfalls irlandweit können ausgezeichnete Wanderwege ausfindig gemacht werden - darunter der Dingle Way, der Kerry Way und der Burren Way, die zudem nach Schwierigkeitsgrad und Dauer variiert werden können.