Städte & Regionen

File 471Denkt man an Irland, so denkt man vor allem an märchenhafte Natur, endlose grüne Weiten und eine Schafpopulation, welche die tatsächliche Bevölkerung längst um ein Vielfaches übersteigt. Der Gedanke an die kleinen und großen Städte der Insel folgt meist erst an zweiter Stelle, und in der Tat spielt sich das alltägliche Leben Irlands vielerorts noch in ländlichen Kreisen und urigen, beschaulichen Dörfern ab. Nichtsdestotrotz verfügt die grüne Insel aber auch über eine lebhafte, wenngleich überschaubare, Städtelandschaft, die jederzeit einen Besuch wert ist.

File 345Die mit Abstand größte und in jeglicher Hinsicht zentralste Stadt Irlands ist Dublin. Die Hauptstadt der grünen Insel besticht mit unübertroffener Lebensfreude und ist kulturelles, historisches und politisches Zentrum des Landes zugleich. Tagsüber lassen sich hier in Museen, Ausstellungen und Kathedralen die Geschichte und Kultur der Inselbewohner kennenlernen, während die Abendstunden dann dazu verleiten, gemeinsam mit den Iren die Pub- und Partykultur der Stadt zu erkunden. Der traditionelle irische „craic“ ist ohne Zweifel in Dublin zuhause, und der Charakter der Stadt ist zugleich irisch und international – das perfekte Rezept, um in den Erinnerungen eines jeden Besuchers einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

File 435Nicht ganz so namhaft wie die Dubliner, dafür aber mindestens so patriotisch sind die Bewohner der zweitgrößten Stadt der Insel. Cork, am südlichen Zipfel Irlands gelegen und insgeheim auch als „the real capital“ – die wahre Hauptstadt – bezeichnet, trug im Jahr 2005 den Titel der Kulturhauptstadt Europas und bezaubert mit einem ganz eigenen, leichtlebigen Charme. Die Meerlage und die Nähe zu so beliebten Sehenswürdigkeiten wie dem Blarney Castle machen Cork außerdem zu einem idealen Ausgangspunkt für jeden, der den Süden der Insel erkunden möchte.

File 291Liebhaber des traditionellen Irlands wird es hingegen in den Westen und Norden der Insel ziehen. Die historisch gewachsene Teilung Irlands in den „modernen“ Osten und den „ursprünglichen“ Westen gilt selbst heute noch, ist der Westen doch die einstige, raue Heimat der von der Ostküste vertriebenen gälischen Bevölkerung. Städtchen wie Galway, Limerick und Sligo vermitteln noch immer ein echt irisches Lebensgefühl und unterscheiden sich in ihrem gemächlichen Tempo durchaus von den dynamischen Großstädten des Ostens. Hier kann man noch die Seele baumeln lassen und das keltische Erbe der Iren auf authentische Weise kennenlernen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch in einer der Gaeltachts – einer Region, in der Irisch-Gälisch noch die Alltagssprache der Menschen ist? Wem das zu abenteuerlich ist, dem bieten sich aber auch noch zahllose andere Ausflugsziele - immerhin ist Irlands Westen besonders reich an landschaftlicher Schönheit. Einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel sind hier beheimatet: ob Aran Islands, Cliffs of Moher oder eine Reihe an majestätischen Burgen und Schlössern, entlang der Westküste stößt man auf zahlreiche Schätze der irischen Natur, Geschichte und Kultur.

File 339Das Landesinnere hingegen, ebenso wie der Nordwesten der Insel, ist eher spärlich besiedelt. Verstreute Dörfer und Kleinstädte bestimmen hier in erster Linie das Landschaftsbild, und nicht selten begegnet man tatsächlich eher ein paar verloren gegangenen Schafen als einem der zweibeinigen Inselbewohner. Doch keine Sorge: spätestens bei der Einkehr in einen der Dorfpubs wird man erneut von dem warmen, einladenden Lächeln der Einheimischen begrüßt.